Transplantation von Eigenhaar – wann macht sie Sinn?

Dezember 17, 2010 at 2:52 pm 2 Kommentare

Wenn keine Therapie gegen den Haarausfall helfen kann, bietet es  sich an, über eine Eigenhaartransplantation nachzudenken. Inzwischen zählen auch Frauen und Kinder zu den Kunden von Haartransplantationszentren. Doch…

bei welcher Form von Haarausfall macht eine solche Transplantation eigentlich Sinn?

Bei der androgenetischen Alopezie bei Frauen und Männern und bei Vernarbungen der Kopfhaut kann eine Transplantation neue Lebensqualität geben. Die Eigenhaartransplantation ist bei geringerer Ausprägung kahle Flächen eine gute Alternative. Der Haarausfall muss zum Stillstand gekommen sein. Schreitet die Alopezie nach der Transplantation fort, führt das zu unschönen Inselbildungen. Beim kreisrunden Haarausfall und bei anderen auf inneren Krankheiten oder Störungen beruhenden Formen von Haarausfall ist von einer Transplantation grundsätzlich abzuraten, sonst fallen die frisch transplantierten Haare unter Umständen am neuen Ort wieder aus.

Transplantion ist keine Implantation

Transplantation bedeutet lediglich eine Umverteilung der vorhandenen Haare – keine mengenmäßige Zunahme. Es müssen also noch eigene Haare in ausreichender Menge vorhanden sein.

Die Implantation von Kunsthaaren wird in Deutschland kaum noch praktiziert. Bei dieser Methode werden Kunsthaare in die Kopfhaut eingepflanzt. Diese Haare stellen einen Fremdkörper dar. Nicht selten entstehen nach dem Eingriff Komplikationen.

Adressen von Fachleuten finden Sie auf www.haircoaching.de

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2 Kommentare Add your own

  • 1. Andreas  |  Dezember 20, 2010 um 7:22 pm

    Sehr geehrte Frau Latz,

    Ich freue mich, dass Sie das Thema Eigenhaartransplantation aufgreifen.

    In den letzten Jahren hat es hier revolutionäre Fortschritte durch mikroskopische Techniken gegeben. Sie führen zu sehr natürlichen Ergebnissen.
    Die Transplantate bestehen heutzutage nur noch aus Follicular Units, das sind 1-3 Haare wie sie natürlicherweise zusammen aus einer Pore wachsen.
    Dadurch sind die Transplantate kleiner und es sieht sehr natürlich aus.
    Die Einsatzgebiete sind anlagebedingter und vernarbter Haarausfall.

    Der Leitsatz, dass die Alopezie zum Stillstand gekommen sein muss, gilt heute nur noch beschränkt.
    Denn es kann mehrfach transplantiert werden, falls der Haarausfall fortschreitet.
    Zudem ist mit Medikamenten (Finasterid, Minoxidil) heutzutage meist ein Stillstand des erblichen Haarausfalls erreichbar, besonders im Wirbelbereich (Tonsur). Diese Medikamente sind die Basis der Therapie.
    Wenn also ein junger Mann sehr tiefe Geheimratsecken oder eine Ausdünnung im Vorderkopfbereich hat, besteht kein Grund warum man noch keine Haartransplantation durchführen sollte.
    Selbst wenn keine Originalhaare verbleiben sollten, können die dauerhaften transplantierten Eigenhaare auch für sich allein stehen. Denn sie sehen aus wie dort gewachsen.

    Etwas vorsichtig muss man bei der Transplantation im Wirbelbereich sein. Sie sollte bei jungen Männern nur erfolgen, wenn der Vorderkopfbereich ausreichend aufgefüllt wurde und noch Haare zur Verfügung stehen bzw. wenn durch mehrjährige Fotos ein Stillstand festgestellt ist.

    Ein großer Fortschritt ist die FU- Transplantation für die Frauen, denn die kleinen Transplantate passen gut in die Lücken ausgedünnter Haare zur Verdichtung.
    Auch hier werden nur kleinste Schlitze gemacht, in die dann die Wurzeln eingesetzt werden. Das schont die Originalhaare.

    Die Entnahme der Haare erfolgt übrigens aus dem sicheren Bereich am Hinterkopf. Diese Haare sind hormonunempfindlich und bleiben auch nach dem Umpflanzen lebenslang kräftig. Entweder wird ein schmaler Hautstreifen schonend entnommen und die Haare daraus mit dem Mikroskop vereinzelt. Das sorgt für maximale Ausbeute und hohe Transplantatqualität. Oder die Haare werden einzeln extrahiert. Beide Entnahmemethoden haben ihre Berechtigung, je nach Patientensituation.

    Voraussetzung für den Erfolg einer Haartransplantation ist die genaue persönliche Planung, um ein jahrzehntelang schönes Ergebnis zu erhalten.
    Dazu sollten die Patienten und Patientinnen sich an spezialisierte Fachärzte mit Erfahrung im Bereich Haartransplantation wenden.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dr. Andreas Finner,
    Trichomed Haarmedizin und Haartransplantation

    Antwort
    • 2. haircoaching  |  Februar 18, 2011 um 5:40 pm

      Hallo Herr Dr. Finner,
      herzlichen Dank für Ihre fachmännischen Erklärungen. Ich denke, dass Ihre Zeilen für viele Menschen mit Haarausfall einiges Licht ins Dunkel der Haartransplantationen bringen.
      HG
      Jenny Latz

      Antwort

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Jenny Latz

Jenny Latz

Haircoach, Autorin und Schönheitsexpertin

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