Chemotherapie und Haarausfall

März 22, 2011 at 2:17 pm Hinterlasse einen Kommentar

Zytostatika, die bei einer Chemotherapie gegen Krebs eingesetzt werden, sind sogenannte Zellstopper.  Sie sollen gegen die sich schnell teilenden Krebszellen wirken. Der Nachteil ist, dass auch die Zellen der Haarwurzeln sich schnell teilen. Zytostatika blockieren diesen Zellteilungsprozess. Daher kommt es zwei bis vier Wochen nach der ersten Chemo zu Haarausfall. Wie stark dieser ist oder ob die Haare nur abbrechen, das hängt ab von der Zusammensetzung der Zytostatika, von der Dosierung und natürlich auch von der individuellen körperlichen Reaktion des jeweiligen Patienten.
Auch Wimpern, Augenbrauen und Körperhaare können ausfallen. Aber es muss nicht zwingend zu Haarausfall kommen.

Tipp:
Fragen Sie Ihren Arzt, ob er vorab abschätzen kann, welche Auswirkungen die Chemotherapie auf Ihre Haare haben wird.

Insbesondere für Frauen stellt der Haarverlust oft eine große seelische Belastung dar. Diese ist in vielen Fällen stärker als die durch die Krebserkrankung selbst. Nur ganz wenige zeigen mutig ihren kahlen Kopf auch außerhalb von Wohnung oder Haus.
Die meisten Krebskliniken arbeiten mit Perückengeschäften vor Ort zusammen. Krebspatientinnen erhalten oft schon ein Beratungsangebot vor Beginn der ersten Chemo.

Tipp:
Wenn Sie sich vorab die Haare kurz schneiden lassen, ist der Schock über den Ausfall besser zu verkraften und Sie haben mehr Zeit, sich an Ihr „neues“ Spiegelbild zu gewöhnen.
Tücher, Schals, Perücken bieten gute Möglichkeiten, die Zeit der Haarlosigkeit zu überbrücken. Infos zu diesen Lösungsmöglichkeiten finden Sie auf meiner Homepage www.haircoaching.de

In der Regel ist der Haarausfall jedoch nur vorübergehend. Wenn Ihr Körper die Zytostatika abgebaut hat, können auch die Haare wieder wachsen. Oft berichten mir jedoch „ehemalige“ Chemopatientinnen, dass ihre Haare nachher anders nachwachsen. Manchmal sind sie schöner als zuvor, weicher, lockiger, grauer oder auch dünner.

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Jenny Latz

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