Haarausfall und Blutergebnisse

Dezember 17, 2012 at 2:54 pm Hinterlasse einen Kommentar

Als Beispiel möchte ich eine fiktive Geschichte von Claudia erzählen.
Claudia soll rheumatoide Polyarthritis haben. Zwar hat sie eigentlich keine richtigen Beschwerden, aber aufgrund eines erhöhten Rheumafaktors im Blut hielt ihr Hausarzt es im Jahr 2011 für besser, sie an einen Rheumatologen zu überweisen.

So landete Claudia in der sog. integrierten Versorgung ihrer Krankenkasse. Zwei- bis dreimal im Jahr fährt sie zur Rheumatologie nach Düsseldorf. Dort füllt man Unmengen von Röhrchen mit ihrem Blut, untersucht ihren Urin. Das alles kennt Claudia auch von den Check-ups bei ihrem Hausarzt. Der einzige Unterschied besteht jedoch darin, dass sie bei ihrem Hausarzt immer nüchtern erscheinen muss. Bei der Rheumatologie kommt sie meistens zu Mittagsterminen, hat gefrühstückt und evt. unterwegs noch schnell eine andere Kleinigkeit gegessen.

Etwa ein bis zwei Wochen nach einem solchen Termin bekommt sie auf dem Postweg kommentarlos Listen mit Blutergebnissen. Manche haben einen Plus-, andere ein Minuszeichen, wieder andere ein handschriftliches Häckchen.

Und nun?
Bei ihrem Hausarzt läuft das anders. Dort wird sie immer zu einem Besprechungstermin einbestellt. Der Arzt schaut sich die Werte an und sagt ihr, ob und wo etwas nicht normal ist und was zu tun sei oder dass das keine große Bedeutung habe.
Aber hier?
Blutergebnisse verstehenClaudia ist ratlos angesichts der Vielzahl von Begriffen, die sich alle gleich lebensgefährlich anhören. Leukozyten hat sie schon mal gehört. Die scheinen in Ordnung. Der Rheumafaktor ist erhöht. Okay?
Aber was bedeutet es zum Beispiel, wenn der Harnstoff erhöht ist? Die Praxis ist telefonisch nicht erreichbar. Es ist Wochenende. Also macht sich Claudia auf die Suche nach der Bedeutung von Harnstoff im Internet.
Ergebnis der Recherche:
Ein erhöhter Harnstoffwert deutet auf Funktionsprobleme der Nieren!!!

Und jetzt?

Lasst Euch von Eurem Arzt IMMER die Ergebnisse erklären! Besteht darauf! Oder wendet Euch an Eure Krankenkasse!

Kennt Ihr auch solche Verfahrensweisen? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

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Jenny Latz unterstützt NALA e.V. – Bildung statt Beschneidung Willkommen in 2013!

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Jenny Latz

Jenny Latz

Haircoach, Autorin und Schönheitsexpertin

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