Glatze hilft in Notlagen

August 6, 2013 at 3:36 pm Hinterlasse einen Kommentar

Auch wenn ich immer noch in meiner Sommer-Kreativ-Pause stecke und auch wenn ich seit fast 40 Jahren keine Haare mehr habe, so erlebe ich doch im Alltag immer wieder witzige Geschehnisse, die es wert sind, in diesem Blog berichtet zu werden.

Gestern abend kam ich gegen 11 Uhr von einer Sitzung nach Hause und bemerkte an der Ecke vor unserer Garage ein DSC02854Grüppchen Personen auf dem Bürgersteig, die um eine verletzte oder tote schwarze Katze herumstanden. Da auch ich – Facebook-Freunde wissen das – eine schwarze Katze habe, hielt ich natürlich sofort an. Erleichterung – es war nicht unsere Mimi. Aber Sorge, was tun. Wir – ca. 5 Frauen aus der Nachbarschaft – telefonierten gerade mit mehreren Handys alle Instanzen durch, als ein junger Mann leicht torkelnd über die Straße auf die Jüngste unter uns zusteuerte. Er sprach mehr als gebrochen Deutsch, offenbar ein Russe. Zunächst dachte ich, dass die beiden sich kennen. Doch als die junge Frau kreischend zu Seite sprang und er nun auf die anderen losging, war mir klar, dass hier was nicht so gut läuft.

Der Typ schien ziemlich betrunken zu sein. Er fuchtelte immer mit seinem Handy in der Luft herum und wollte uns dies ans Ohr halten. Was er wollte, war nicht zu verstehen. Ich lehnte vor der Motorhaube meines Wagens und trug eins meiner Käppis (Ihr wisst, erst schwitzen und dann am Abend kühle Luft am Kopf, das tut dem Hals nicht gut). Als er schließlich immer aggressiver wurde, meine Hand ergriff und mir das Handy übergeben wollte, sagte ich:

„Jetzt nicht!“ Von der toten Katze schien er überhaupt nichts bemerkt zu haben.

Aber er ließ nicht locker…

Da fiel mir eine alte Geschichte ein und ich sagte:

„Es geht nicht! Okay? Ich bin krank!“ Dabei zog ich die Mütze vom Kopf, genau in dem Moment, als er hochschaute.

Irritiert und verdutzt starrte er mich an. Seine Aggression war wie weggeblasen. „Schuligung“ stammelte er und torkelte weiter die Straße entlang. Es war der „Absetzeffekt“, der hier seine Wirkung tat. Wäre ich von vorne herein mit Glatze da gestanden, hätte er meine Kahlheit nicht mal bemerkt und ich hätte ihn nicht vertreiben können.

Gern habe ich das nicht gemacht, aber in manchen Notlagen geht es halt nicht anders. Bei den Damen habe ich mich kurz entschuldigt, richtig gestellt, ich sei nicht krank (zum Glück!), sondern hätte nur seit 40 Jahren keine Haare. Das Thema war beendet und wir konnten uns wieder der Tierhilfe widmen.

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Jenny Latz

Jenny Latz

Haircoach, Autorin und Schönheitsexpertin

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