Kinder mit alopecia areata – was können Eltern tun?

März 27, 2014 at 1:06 pm 17 Kommentare

Kind mit alopecia areataHeute erhielt ich diesen Hilferuf einer jungen Familie mit DREI kleinen Kindern, die nun alle eine alopecia areata entwickelt haben. Damit dies nicht unter den Kommentaren untergeht, habe ich mich entschieden, diesen Hilferuf der Mutter als Artikel einzustellen.
Es würde mich sehr freuen, wenn andere Eltern mit Kommentaren diese Mutter unterstützen. BITTE STELLEN SIE KEINE PERSÖNLICHEN DATEN ODER IHRE MAILADRESSE HIER IM BLOG EIN! Dieser ist öffentlich! Eine direkte Kontaktaufnahme zu dieser Familie kann direkt über mich erfolgen.

Hallo Leute,
ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll.
Es geht hier nicht hauptsächlich um mich, sondern um meine 3 kleinen Töchter (2,5 J., 1 J. + 1 J. Zwillinge). Angefangen hat es bei meiner großen Tochter als Sie 1 Jahr alt wahr.
Wir waren erst mal überfordert und wussten nicht wieso, weshalb, warum so etwas passiert. Waren auch bei zahlreichen Ärtzen und immer wieder wurde uns gesagt, dass man bei so einem kleinen Kind nix machen kann. Sind sogar extra in die Türkei gereist, weil wir von einer Ärtzin gehört haben, die sich mit der Krankheit auseinander setzt – aber ohne Erfolg.
Dann hat eine Hautärtzin entschieden, meiner Kleinen Kortison in kleinen Mengen zu verabreichen. Sie hatte auch keine Haare mehr und Augenbrauen waren auch weg. Durch die Kortisontherapie kamen die Augenbrauen und die Haare am Oberkopf. Seitlich sind die Haare sehr dünn und ich habe das Gefühl, dass die Haare wieder ausfallen.

Nachdem wir dann ein wenig Hoffnung bekamen, ging es los meiner 2-ten kleinen Tochter (1 Zwilling). Mittlerweile hat sie überhaupt keine Haare mehr + Augenbraun + Wimpern.
Da wir ja ein wenig Vorefahrung durch die große Tochter haben, waren wir ein zweites Mal zerstört. Und es hörte nicht auf.
Vor ca. 3 Wochen hat es bei der 3-ten Tochter (2. Zwilling) auch angefangen und ich weiss wirklich nicht mehr, was ich machen soll.
Als Mutter ist man da einfach so hilflos. Möchte meinen Töchtern so gerne helfen – aber sinnlos.
Die Frage:
Die sind doch noch so klein, wie kann das sein?
Macht mich einfach jeden Tag fertig. Ich und mein Mann sind mittlerweile überfragt. Lesen jeden Tag so viel Zeug und sind am Ende genauso schlau wie vorher.
Hoffe, dass es endlich vorbei ist und wir auch wenn nicht, lernen müssen, damit umzugehen…

LG Yasemin

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17 Kommentare Add your own

  • 1. haircoaching  |  März 27, 2014 um 1:22 pm

    Hallo Yasemin,
    was Sie erleben mit der alopecia areata ist in der Tat eine äußerst schwierige Situation für Sie und Ihren Mann.
    Die Alopecia areata ist eine Autoimmunerkrankung, die seit Jahrhunderten bekannt ist. Sie ist ursächlich nicht heilbar und bei so kleinen Kindern bestehen kaum Therapiemöglichkeiten, die keine langfristigen Risiken mit sich bringen.
    Sie werden “das Rad” nicht neu erfinden können und letztlich die Alopecia areata akzeptieren müssen.
    Dabei würde ich Sie gerne unterstützen!
    Über den folgenden Link können Sie eine Kontaktanfrage starten.
    http://www.haircoaching.de/content/kontaktsuche
    Ich suche dann passende Kontakt für Sie in meiner Datenbank und schreibe diese an.
    Auch werde ich Ihren Hilferuf als neuen Artikel in meinem Blog einstellen, damit andere Eltern betroffener Kinder Ihnen antworten können.
    Sie sind jedenfalls nicht allein!!!
    Danke für Ihr Vertrauen in mich!
    Liebe Grüße an die ganze Familie
    Jenny Latz

    Antwort
    • 2. Yasemin Aydin  |  März 27, 2014 um 2:15 pm

      Liebe Jenny,
      vielen lieben Dank für deine mithilfe… Kaltes Wasser lief mir den Rücken hinunter, Gänsehaut und Tränen in den Augen hatte ich , als ich deine Antwort lies. Einfach dieses Gefühl zu bekommen/zu lernen, nicht alleine zu sein, ist so toll. Hoffe es bringt in erster Linie meinem Mann und mir etwas damit wir mit großer Kraft unsere 3 Töchter unterstützen können. Ich weiß es wird nicht leicht… Wenn ich denke, was uns alles erwartet… Kindergartenzeit, Schulzeit, usw… Am meisten hab ich Angst, wenn der Tag kommt uns Sie mich fragen: Wieso hab ich keine Haare Mama und andere Mädchen schon…
      Ich hoffe das all die Eltern die da draußen genauso das fühlen wie wir sich melden und uns vielleicht ein wenig Hoffnung schenken dass man damit umgehen MUSS.
      LG Yasi

      Antwort
      • 3. haircoaching  |  März 27, 2014 um 3:08 pm

        Das habe ich sehr gerne gemacht und ich bin sicher, dass sich bald Eltern hier melden. Außerdem geht Ihre Kontaktanzeige heute noch raus. Viel Glück und LG Jenny Latz

  • 4. esra  |  März 27, 2014 um 1:50 pm

    hey yasemin tut mir wirklich leid, keine krankheit ist schönzureden, leider auch die nicht, trotz das sie eigentlich nicht lebensbedrohlich oder beeinträchtigend ist.ich habe alopecia areata nun seid 4 jahren, bin 27 bei mir ist die ursache ein trauma, verlust eines familienmitglieds, deine kids haben wahrscheinlich schon mal nix psychisches, aber wer weiß ob sie vielleicht nicht an irgendwelchen vitaminmangeln leiden, habt ihr sie gut durchchecken lassen?! Also tipps kann ich nicht wirlich geben, aber glaubt keinen produkten die versprechen das haare wieder kommen, ich hab wirklich schon alles durch und kortison ist da mal wirklich nix für so kleine kinder. Wartet ab, vielleicht legt sich das ja mit der zeit. Wenn ich euch irgendwie unterstützen kann, könnt ihr gerne kontakt aufnehnen. Lg viel erfolg

    Antwort
    • 5. haircoaching  |  März 27, 2014 um 3:10 pm

      Hallo,
      Danke für Ihre Unterstützung, aber die Alopecia areata ist nicht auf ein Trauma zurückzuführen. Es handelt sich um eine genetisch verursachte Autoimmunstörung. Der Haarverlust ist nur die Folge.
      Auch Vitaminmangel spielt keine Rolle bei der Alopecia areata.
      Mehr Infos finden Sie hier
      http://haircoaching.de/informationen/haarausfall/kreisrunder-haarausfall

      Antwort
    • 6. yasemin  |  März 27, 2014 um 5:40 pm

      Liebe esra,
      Haben bei den beiden ertsen kindern blut abnehmen lassen und die kinderärztin meinte, die kinder wären kern gesund… trotz dessen haben wir ihnen ne zeitlang zink gegeben was auch nix gebracht hat… bei der dritten habe ich es nun komplett aufgegeben denn ich weiss das alles irgendwie nix bringt… das mit dir tut mir sehr leid… bin selber erst 28 und kann dich total verstehen.. habe es zwar nicht selber aber fühle voll ganz mit meinen drei mädels mit… manchmal wünsche ich mir sogar, das es mich getroffen hätte anstatt meine drei wunderschönen töchter… ich weiss das es schlimmere krankheiten im leben gibt aber dennoch ist es schwer zuzusehen wie sie quasi wie ein schneemann davonschmelzen und man kann nix dagegen tun… leider… wurde auch gerne kontakt aufnehmen wollen… weiss aber allerdings nicht wie ich deine daten bekomme…
      Wünsche dir vorerst mal viel viel kraft…
      Lg yasemin

      Antwort
  • 7. Tabea  |  März 27, 2014 um 6:34 pm

    Hallo 🙂 Ich will hier nur los werden, dass es, für mich jedenfalls, schlimmer aussieht, als es ist. Bei mir sind die Haare ausgefallen, als ich eins war. Heute bin ich 16 und ich kann nur sagen, dass ich meinen Eltern danke. Sie waren für mich in schweren Situationen da und konnten mich immer prima trösten, wenn ein Älterer ’nen doofen Spruch losgelassen hat. Bis ca zu meinem 3. Lebensjahr haben wir einige Therapien versucht, immer ohne Erfolg. Da ich irgendwann auf die Fragen anderer Kinder mit den Worten ‚Ich bin krank.‘ geantwortet habe, haben meine Eltern mit Versuchen aufgehört. Mit 13 haben wir eine Therapie für ein Jahr ausprobiert. Sie können sich vielleicht vorstellen, dass auch dabei die Haare nicht wuchsen. Vor einem Monat waren wir nochmal beim Hautarzt. Laut ihm gibt es keine großen Neuigkeiten. Aber da ich älter geworden bin, werden wir vielleicht in den nächsten Wochen erneut die letzte Therapie testen. Ich wage zu bezweifeln, dass es klappt. Ich weiß nach all der Zeit auch nicht, ob ich ein Mädchen mit Haaren sein will. Ich habe es nie kennen gelernt und habe nie die Chance bekommen, Haare zu fühlen. Aber ich bin gesund und glücklich. Mich stört es nicht großartig. Es sind schließlich nur Haare 🙂 Ich wünsche Ihnen und Ihren Töchtern aber alles Gute. Und wenn keine Haare kommen, ist es nicht schlimm, aufzugeben.

    Antwort
  • 8. m.kadesreuther  |  April 5, 2014 um 7:38 pm

    Hallo yasemin, ich schreibe dir ein paar Zeilen über meinen Sohn Tim, er hat die Alopecia seit 2,5 Jahren er hat am ganzen Körper keine Haare mehr das heißt auch keine Augenbraun u.Wimpern . Ich weiß was ihr fühlt u.wie verzweifelt ihr seit, er ist 16 Jahre das heißt er hat es bis heute noch nicht akzeptiert . Er geht nur mit kappy raus auch in die Schule , er steht am schwarzen Brett das er das kappy auf halten darf , weil er sich so schämt. Keiner in der Familie hat ihn mit Glatze gesehen weil er sich schämt. Aber jetzt kommt es , er spielt im Bundesliga Club da spielt er mit Glatze ich habe in gefragt warum da u. Nicht in der der Schule .Er sagte das er da abschaltet u.sich nur darauf konzentriert egal was die anderen sagen. Wir haben auch schon alles ausprobiert alles hat nichts gebracht. Er ist Kern gesund habe alle Untersuchungen machen lassen. Trotzdem Sitze ich auch da u.Weine weil er nicht gerne raus geht mit freunden oder Mädchen kennen lernt. Ich finde das ist so wichtig für seine Entwicklung. Er hat nur die Schule u. Fußball. Als ich deinen Bericht gelesen habe schossen mir die Tränen ich weiß wirklich was ihr durchmacht. Ich wünsche euch viel viel kraft da es bei den Mädchen noch schwieriger wird. Liebe, liebe grüße:)

    Antwort
    • 9. Tabea  |  April 8, 2014 um 3:26 pm

      Es gibt keinen Grund zum Weinen. Seien Sie doch glücklich mit den Worten ‚Ihr Sohn ist kerngesund.‘. Eine bessere Nachricht hätte es doch gar nicht geben können. Und nun zu Dir, Tim 😀 Du hast keinen Grund zum Schämen. Ich kann Dich vielleicht in mancher Hinsicht verstehen, es ist keine einfache Situation. Aber mach doch das Beste draus. Scheiß auf die Leute, die starren. Und wenn welche doof gucken, guckst Du eben 2 mal so doof zurück 😉 Mit ca. 5 Jahren hatte ich auch eine Phase, in der ich nicht in die Stadt wollte, weil ich Angst vor den Blicken Anderer hatte. Meine Mama hat mir ein Tuch auf den Kopf gebunden und schon bin ich mit dem Cityroller wieder losgefahren. Wenn man älter wird, ist das vielleicht nicht mehr so leicht. Aber fass einmal all Deinen Mut zusammen und geh offen auf die Straße. Es ist gar nicht so übel. Mit der Zeit werden die Leute den Tim kennen lernen, der sich sonst immer versteckt hat und Dich als einen Menschen ansehen, der äußerlich aussieht wie jeder sonst auch. Ich denke, ich habe durch meinen lockeren Umgang mit Alopecia areata an Selbstvertrauen gewonnen und empfinde es nicht als eine ‚große Tragödie in meinem Leben, die mir so vieles kaputt gemacht hat‘. Als mein Vater die Kommentare unter dem Bericht gelesen hat, war seine einzige Aussage: ‚Viele von Alopecia areata Betroffene müssen noch lernen, dass es auf so etwas oberflächliches wie Haaren nicht ankommt.‘ und da hat er mir aus der Seele gesprochen. Es kann vielleicht sein, dass meine Familie und ich anders denken als Ihr, aber da bin ich stolz drauf. Ich will Dich jetzt nicht zu irgendwas überreden oder so, sondern ich will Dir zeigen, dass es noch welche wie mich gibt, denen es leichter fällt, damit umzugehen und die schnell gelernt haben, diese Krankheit zu akzeptieren. Es gibt da nicht vieles zu verharmlosen, eben weil es nur äußerlich ist. Ich bewundere dennoch ehrlich gesagt Deine Aussage ‚Beim Fußball kann ich abschalten und da ist es mir egal, was andere sagen.‘. Du solltest lernen, diese Meinung auf Dein gesamtes Umfeld auszuweiten. Und nun hab ich genug geschrieben und verbleibe mit lieben Grüßen 😄
      PS: Du bist noch so jung und da kann noch einiges schlimmeres passieren. Da wirst Du merken: ‚Wie dumm war ich eigentlich mit 16 Jahren und habe mich ohne schwerwiegende Gründe im Haus hinter meinen Eltern versteckt?‘. Und wenn Du trotzdem mit allem nicht zufrieden bist, dann probier es mit einer Perücke. Ich konnte damit nicht umgehen, aber es gibt viele, denen es hilft.

      Antwort
  • 10. karine  |  April 13, 2014 um 8:21 pm

    Hallo!
    Auch ich möchte hier schreiben, dass ich ganz genau nachfühlen kann, wie es dir geht
    Meine Tochter (wird bald 8 J. ) hat seit fast 1,5 Jahren AA. Es fing mit der Einschulung an. Wir waren geschockt. Sind von einer Klinik in die nächste gerannt. In der Tübinger KLinik hat man uns schliesslich einen Kortisonschaum verschrieben. Muss dazu sagen, dass sie ganz viele einzelne kahle Stellen hatte, manche sind zu einer großen Stelle zusammen geflossen. Wir hatten schon Mühe , diese zu verbergen.
    Sie wurde auch von ein paar Mitschülern gehänselt.
    Im Sommer (nach einem halben Jahr des Schmierens) kamen die Haare langsam wieder.
    Wir waren froh und dachten das Thema abschliessen zu können. Und vor ein paar Wochen wieder der Schock, sie hat neue Stellen bekommen.
    Wir als Eltern machen uns Vorwürfe, dass es durch den Stress kommt. Wir sind ab und zu wirklich ungehalten, und laut. Und sie ist ein Sensibelchen und nimmt sich alles zu Herzen. Wir haben auch ein paar familiäre Probleme.
    Ich denke, es hängt doch etwas mit Stress zusammen, letztes Jahr war es die Schule und der Druck, und dieses Mal sind wir als Eltern schuld daran.
    Ich bin schon so verzweifelt, dass ich bei unserer jungen Tochter(4J.) auch den Kopf ganz genau anschaue.
    Lg und Viel Kraft wünsche ich dir , deinem Mann und deinen Mädels auf diesem Wege

    Karine

    Antwort
  • 11. ulli  |  April 15, 2014 um 6:48 pm

    Hallo Yasemin.
    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie viel Kraft diese schwierige Zeit zu ertragen. Ich habe selbst eine Tochter, 11 Jahre, welche unter Alopecia areata leidet. (Als sie klein war, hatte sie über Jahre hinweg eine totalis bzw. universalis. Im Sommer 2008 hatte sie eine komplette Spontanheilung. Seit Oktober 2012 hat die AA wieder angefangen, leider schreitet sie voran. (Rechter Oberkopf wieder komplett kahl, jetzt fängt die linke Seite an). Wir wissen nicht, was der neuerliche Auslöser war, aber wir wissen, dass sich ihr Zustand immer in den Sommermonaten bessert. (viel frische Luft, Sonnenschein – auch ohne Sonnenschutzmittel). Auch jetzt beginnen, bei gutem Wetter, die Haare wieder zu wachsen. Und ich weiß heute schon, dass dieses Wachstum im Herbst wieder aufhört. Ich habe im Jänner andere Betroffene der AA persönlich kennengelernt, und interessanterweise geht es vielen gleich. Ich weiß selbst, wie schwer es ist, die AA zu akzeptieren, vor allem auch irgendwann mit den „Therapien“ aufzuhören. Auch ich habe immer wieder das Gefühl, ich tue zu wenig, um meinem Kind zu helfen. Nachdem ich monatelang verschiedenste Ärzte und Therapieformen versucht habe und meine Tochter davon absolut genervt war, versuche ich jetzt, mich zurückzuhalten. (es half auch absolut nichts). Eine Perücke haben wir bereits zu Hause, unser Kind will sie jedoch (noch) nicht aufsetzen. Sie sagt, so wie sie ist, so ist es genau richtig. Alles Gute für Sie und Ihre Familie.

    Antwort
  • 12. Jacqueline Kauer  |  April 16, 2014 um 11:20 am

    Liebe Yasemin
    Wir können Dich und Deinen Mann absolut verstehen. Vor ca. drei Jahren hat dies bei unserem Jungen, der nun 6 Jahre alt ist, auch angefangen. Zuerst haben wir gesehen, dass die Augenbrauen ganz ausfielen, dann kamen immer mehr kleine, kreisrunde Stellen hinzu, die sich dann innert einem Jahr zu einer ganzen Fläche ausgebreitet haben, so dass er nur noch ganz wenige, vereinzelte Haare hatte. Also eine Glatze. Auch die Wimpern fielen im auf der linken Seite aus. Wie Du auch beschreibst, waren wir bei so vielen verschiedenen Ärzten. Schulmedizinern, Professoren, Naturärzten, Kinesiologen, haben das Haus geräuchert, Elektrosmog getestet, nach FengShui umgestellt, viele Öle, Tinkturen, Salben aufgetragen, Reiki und Energiearbeit gemacht und vieles mehr. Ohne Erfolg.

    Für uns ist er immer noch der schönste Junge der Welt. Er ist absolut gesund, hat viel Power, unheimlich viel Charme und ist einfach ein Geschenk. Durch Alopezia haben wir jedoch so Vieles gelernt. Wir leben viel bewusster, essen bewusster und sind noch viel mehr dankbar für das, was wir haben und das ist unglaublich viel.
    Es war sicherlich nicht immer einfach und am Anfang klammerten wir uns an jedes einzelne Haar. Ich hatte monatelang nichts anderes im Kopf und habe jedes Buch und jede Homepage gelesen, in dem es um Haare geht. Ich kann mich also auch schon fast Professorin nennen, was Haare angeht : )
    Die Blicke von fremden Personen waren sehr schmerzhaft, da man sah, wie sehr sie in, und auch uns, bedauerten und dachten, dass er eine Chemo hinter sich hat. Besonders von Müttern kamen oft schockierte Blicke und sie starrten unseren Sohn regelrecht an. Wir verstehen es, dass es ganz normal ist, zu schauen, wenn jemand etwas anders aussieht, das geht ja jedem so. Aber man könnte ja einfach gucken und lächeln, dann wäre das für unseren Sohn erträglicher.
    Wir haben uns dann nach einem sehr intensivem Jahr entschieden, dem Ganzen nicht mehr so viel Raum zu geben. Haben nicht mehr viel darüber gesprochen und lernten es zu akzeptieren, dass die Haare vielleicht nicht mehr kommen. Das hat geklappt. Unser Sohn geht ins Judo, war im Fussballverein und wir wollten etwas tun, das ihn für sein Selbstbewusstsein stärkt. So haben wir Ihn zu einer Bioresonanztherapie angemeldet. Auch haben wir eine Fotoübersicht von der Geburt bis jetzt gemacht. Jeden Monat ein Foto und dies mit speziellen Daten verglichen. So haben wir festgestellt, dass er immer nach den Impfungen, speziell die, die er mit drei Jahren gemacht hat, einen Haarverlustschub hatte. Durch einen Haaranalysetest haben wir auch festgestellt, dass er eine sehr hohe Schwermetallbelastung hat. Wovon, wissen wir leider nicht. (Unser Tochter, die zwei Jahre älter ist, hat nichts dergleichen und wurde genau gleich geimpft. Man kann also nicht sagen, ob es wirklich vom Impfen ist und jeder Mensch reagiert auch anders.)
    Bei dieser Bioresonanz, die vor allem auf körperlicher Ebene arbeitet, leiten wir nun alle Impfungen, Schwermetalle und Giftstoffe mit natürlichen Tropfen aus.
    Im Januar gingen wir dann noch zu einem anderen Bioresonanztherapeuten, der auf der seelischen Ebene arbeitet.
    Nach einer Woche bei diesem Naturarzt, wuchsen auf dem ganzen Kopf ganz feine, weisse Haare. Man sah sie zuerst nur im Gegenlicht, so transparent waren sie. Jetzt seit ca. 2 Wochen, kommen auch dunklere Haare dazu und die neuen Haare sind ca. 1 cm lang. Noch überhaupt nicht deckend und man sieht es noch nicht von weitem, aber das ist ein toller Anfang.
    Spannend, dass wir, nachdem wir die Haare nicht mehr krampfhaft halten wollten, auf diese Lösung gestossen sind. Was es schlussendlich war, können wir nicht sagen. Und wovon die Haare ausfielen, auch nicht. Aber unser Haarprofessor hatte unserem Sohn eine 1% Chance gegeben, dass er wieder Haare bekommt. Das ist doch grossartig.
    Nun, das war jetzt ganz viel Text.
    Abschliessend möchte ich sagen, dass wir durch unseren Sohn und durch Alopezia, ganz viel für’s Leben gelernt haben und unglaublich dankbar sind dafür. Wir möchten ganz normal mit diesem Thema umgehen, so dass auch unser Sohn sich nicht krank fühlt, was er in unserem Sinne ja auch nicht ist. Immer öfter verzichtet er auf sein Käppi und es ist ihm egal, dass alle gucken. Ich habe ihm gesagt, er solle die Leute, die ihn anstarren einfach anlächeln. Entweder gucken die dann weg, oder lächeln zurück, was wieder eine gute Energie gibt.
    Wir möchten Euch mit unserer Geschichte auch etwas Mut machen, die Haare loszulassen und dem Thema nicht mehr so viel Raum zu geben. Uns und auch unserem Sohn, hat es enorm viel gebracht.
    Wir wünschen Euch ganz viel Kraft und Freude an Euren Kindern und hoffen, dass es für Euch eine glückliche Lösung gibt.
    Herzliche Grüsse, Jacqueline

    Antwort
  • 13. nese can  |  Dezember 20, 2014 um 10:21 pm

    Mein Sohn ist 13 Jahre, hat seit dem 1 lebensjahr auch das problem mit Alopezia. Er hat ganze körper kein Haar nur halbe Augenbraune da. Es war die Krankheit für uns auch ganz neu vorher nie gehöhrt.
    Hoffe vom Herzen für alle betroffene heilung.
    Gruß Familie Can

    Antwort
  • 14. Regine  |  Januar 9, 2015 um 10:49 am

    Hallo Jasemin, Hallo auch an die Anderen.
    Ich habe einen 5 Jahre alten Sohn, der seit seit 3.5 Jahren Alopecia hat. Wir waren auch bei mehreren Hautärzten, sowie in der Uniklinik. Aber wie ihr wisst, kann man den Kleinen (und den Großen) nicht helfen.
    Das komische ist, dass meinem Sohn in den Wintermonaten die Haare ausfallen und im Sommer wieder nachwachsen. Diese ganze Prozedur haben wir nun schin 4 Mal durchgemacht. Und jedes Mal die Hoffnung, die Haare bleiben. Und jedes Mal die Enttäuschung, dass es nicht so ist. Im Netz hatte ich einen Beitrag einer Mutter gelesen, die ähnliche Erfahrung gemacht hatte und das auf die Bildung von Vitam D zurückgeführt. Naja, seitdem gebe ich meinem Sohn Vitamin D Bärchen. (Da es ein fettlösliches Vitamin ist, muss ich da nur wegen der Überdosierung acht geben). Der Haarausfall fängt auch wieder an. Aber diesmal ganz langsam. Wenn ich ihm über das Haupthaar gehe, habe ich keine Haare in der Hand 🙂

    Komischerweise hat mein Sohn aber bisher kaum ein Wort darüber verloren, dass er keine Haare hat (wenn sie gerade wieder ausgefallen sind).
    Im Kindergarten wird er akzeptiert und er hat Freunde. Mit großer Sorge blicke ich auf die kommende Einschulung im Sommer.
    Ich als Mutter macht es anscheinend mehr fertig als meinen Sohn. Ich könnte laut losschreien und weinen. Ich möchte aber kein „Problem“ machen, wo noch keines da ist. Mein Sohn wird schon früh genug ankommen und fragen, warum er „anders“ ist. Ich habe mal einen Bericht gesehen über ein Mädchen das AA hatte. Sobald es ein Problem für das Mädchen wurde, ist die Mutter mit ihr zu einem Kindertherapeuten gegangen und hat so, systemmatisch, das Selbstvertrauen des Mädchens aufbauen lassen. Die Kleine schaute in die Kamera und sagte: Ich bin was ganz Besonderes, auch ohne Haare.“ Ich war ganz geplättet von so viel Selbstbewusstsein. Und sie war ca. 9 Jahrealt. Ganz toll fand ich das.
    Das werde ich bei meinem Sohn auch machen, wenn er soweit ist.
    Ich erkundige mich auch schon in jeglicher Hinsicht. Auch Kinderparücken sind ein Thema. Ich möchte ihm einfach alle Möglichkeiten offen halten.

    Es wäre schön, wenn man hier auch in persönlichen Kontakt mit Eltern käme, denn mir als Mutter fehlt einfach der Austausch. Ich bin, wie gesagt, momentan diejenige, die am meisten leidet, es aber nicht zeigen darf. Ich muss stark sein für meinen Kleinen.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn man ünber Jenny in persönlichen Kontakt käme.
    Bis dahin

    LG
    R

    Antwort
  • 16. Diana  |  Dezember 2, 2016 um 9:04 pm

    Hallo,
    unsere Tochter ist 7 Jahre und Ende Juni diesen Jahres ging es bei ihr los mit der AA. Es war wie ein Schock. Von einem Tag auf den anderen war die Haarbürste voll. Innerhalb von 14 Tagen waren fast 70-80% der Haare weg. Der Rest dann in den folgenden Wochen, Jetzt hat sie nur noch ein wenig Flaum auf dem Kopf, die Wimpern und AUgenbrauen sind auch betroffen und nahezu weg. Ich habe vorher zu keinem Zeitpunkt Berührung mit AA gehabt. Wir hatten bis vor drei Jahren jedoch große Probleme mit der Haut unserer Tochter durchgemacht. Mit ihrem 3. Lebensjahr begann die Neurodermitis, wie die Ärzte die Hautprobleme einfach umschrieben. Letztlich halfen hier nahezu keine Salben. Unsere Tochter hatte ganz oft viele offene Hautstellen am Körper, die nicht abheilen wollten. Dann plötzlich Ende letzten Jahres heilte die Haut so aus, dass nichts mehr von den Problemen zu sehen ist. Sie hat nun eine so glatte Haut, als ob nie zuvor etwas gewesen wäre. Dann plötzlich setzte die AA ein. Ich vermute, dass hier im Körper eine „Wanderung“ eingetreten ist – vom Haut- zum Haarproblem. Unsere Kleine geht offen mit ihrer Glatze um und trägte in der Schule keine gesonderten Tücher. Auch nicht beim Sport, Da sie sehr aktiv ist, bin ich mir auch niemals sicher, ob sie sich selbst nicht zu sehr unter Stress setzt. Ich habe hier nun auch schon so viel von Euren Geschichten gelesen, dass ich zwar immer noch Hoffe, dass die Haare mal wiederkommen, aber wer weiß das schon. Ich hoffe nur, dass nicht doch irgendein anderes inneres körperliches Problem dahinter steckt.

    LG

    Antwort
  • 17. Nicole  |  Januar 20, 2017 um 11:02 am

    Hallo, diese Verzweiflung kenne ich zu gut… Bei meiner Tochter, jetzt 7 geht das schon fast 2 Jahre.. Die erste Stelle ist schnell nach gewachsen dank dem Mittel vom Hautarzt die andere kleine Stelle wurde aber immer größer trotz Medikament… Sie hat nur noch sehr wenig Haare, der gesamte Hinterkopf ist kahl, hinter und über den Ohren, auf dem Kopf oben, am pony geht auch immer mehr weg, die rechte Augenbrauen ist schon weg und die linke verschwindet auch… Waren auch bei diversen Ärzten aber gemacht wird nichts, nicht einmal eine Blutuntersuchung… Leider habe ich auch keinen Rat für sie, ich stehe auch vor so vielen Fragen ohne Antworten… Vor allem meinem Kind keine Antwort auf ihre Frage geben zu können warum ihr die Haare aus fallen und ob die wieder kommen. ✌ ich bin für jeden Tipp dankbar.. Mfg

    Antwort

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Jenny Latz

Jenny Latz

Haircoach, Autorin und Schönheitsexpertin

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