Was ist eine körperdysmorphe Störung? – Uni Erlangen sucht Studienteilnehmerinnen

Juni 3, 2014 at 3:50 pm Hinterlasse einen Kommentar

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Quelle: Fit!

In der Zeitschrift FIT der DAK las ich kürzlich einen kleinen Artikel zum Thema „Bin ich hässlich?“.

Da viele Frauen sich wegen ihres Haarausfalls nicht mehr weiblich, schön und begehrenswert finden, war ich natürlich gleich interessiert. Bei der Lektüre stellte sich heraus, dass die Psychosomatische Abteilung der Uni Erlangen eine Studie durchführt, in der man feststellen will, wie es zu körperdysmorphen Störungen kommt.

Doch was ist eine körperdysmorphe Störung überhaupt? Wie stelle man fest, ob man darunter leidet.
In einer Presseerklärung erläutert die Uni Erlangen dies wie folgt.

Die Körperdysmorphe Störung äußert sich in einer starken Beschäftigung mit einem wahrgenommenen Makel in der äußeren Erscheinung. „Der vermeintliche Schönheitsfehler ist für andere Menschen oft nicht zu erkennen oder nicht der Rede wert“, so Dr. Kollei. Bei den Makeln handelt es sich oft um Aspekte des Gesichts: Haut, Haare oder Nase werden als hässlich und entstellt empfunden, obwohl Außenstehende diese Meinung nicht teilen. Prinzipiell kann aber jede Körperregion im Mittelpunkt der Sorge stehen, zum Beispiel auch Körperstatur oder Körpergröße.

Frühzeitige professionelle Hilfe wichtig

Betroffene denken häufig bis zu mehrere Stunden am Tag über ihre äußere Erscheinung nach. „Es kommt auch vor, dass sie stundenlang mit dem Überprüfen des eigenen Aussehens, mit extremem Pflegeverhalten, mit dem Verstecken oder Kaschieren bestimmter Körperbereiche, aber auch mit dem totalen Vermeiden des eigenen Anblicks beschäftigt sind“, weiß die Erlanger Diplom-Psychologin aus Gesprächen mit Patienten. Für Betroffene kann dies mit erheblichem Stress und Beeinträchtigungen in verschiedenen Lebensbereichen verbunden sein – zum Beispiel in der Partnerschaft, in der Schule, im Beruf oder im Alltag. Oftmals kommen auch Depressionen oder Angst in sozialen Situationen dazu. Betroffenen fällt es trotz der großen Belastung oft sehr schwer, über ihre Sorgen um das Aussehen zu sprechen. Viele befürchten, in ihrer Besorgnis nicht ernst genommen zu werden.

Oft steht der Haarausfall an erster Stelle und ohne dass man es merkt rutscht man Stück für Stück in eine psychische Störung, die nicht selten viel schwieriger zu beseitigen ist, als eine gute Lösung gegen den Haarausfall zu finden.
Daher sollten Sie rechtzeitig Hilfe suchen!

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Jenny Latz

Jenny Latz

Haircoach, Autorin und Schönheitsexpertin

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