Diskriminierung: Haarausfall als Behinderung?

April 1, 2015 at 4:56 pm 2 Kommentare

Im Falle einer Behinderung greift der im EU-Recht verankerte Schutz vor Diskriminierung. Starkes Übergewicht kann laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) als Behinderung im Beruf gelten. Im konkreten Fall ging es um einen stark übergewichtigen Tagesvater aus Dänemark. Er war bei der Gemeinde Billund in Dänemark beschäftigt und beauftragt, kleine Kinder bei sich zu Hause zu betreuen. Nach 15 Jahren kündigte die Gemeinde im Jahr 2010 das Arbeitsverhältnis mit der offiziellen Begründung, dass die Kinderzahlen rückläufig seien.

Der Tagesvater, der etwa 160 Kilogramm wiegt, sah sich wegen seines Gewichts diskriminiert und vermutete darin den wahren Grund für die Entlassung. Der Mann klagte vor einem dänischen Gericht. Dieses bat den Europäischen Gerichtshof, EuGH um Rechtsklärung.
Die Richter hatten zu prüfen, ob sich aus dem EU-Recht ein Verbot von Diskriminierungen wegen Fettleibigkeit ableiten lässt und ob die medizinisch als Adipositas bezeichnete Krankheit als Behinderung eingestuft werden kann. Alopecia areata

Alopecia areata wird auf Antrag als Behinderung anerkannt. Aber heißt das, dass Menschen mit kreisrundem Haarausfall tatsächlich keinen Diskriminierungen im Alltag ausgesetzt sind?

Wie sind Eure Erfahrungen?
Könnt Ihr von Beispielen erzählen, bei denen Ihr den Eindruck hattet, wegen Eures Haarausfalls diskriminiert zu werden?
Oder habt Ihr nur gute Erfahrungen gemacht?

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Haarwuchs auch ohne Therapie bei der Alopecia areata Model mit Glatze – alopecia areata

2 Kommentare Add your own

  • 1. TRX2 Haarwuchsmittel  |  Mai 9, 2015 um 11:29 pm

    Also erst einmal Hut ab für die mutige Selbstdarstellung und die tollen Berichte! Das Haarausfall offiziell auch als Behinderung gelten kann, war mir bis dato nicht bewusst – mal wieder was gelernt. Aber Fakt bleibt: der Verlust der Haar ist nichts Erfreuliches und es zieht die Blicke anderer Menschen unangenehm an. Wohl dem, der damit selbstbewusst umgehen kann – da kann man nur Respekt vor haben!

    Viele Grüße aus dem Norden!

    Antwort
  • 2. Jana  |  August 15, 2015 um 8:56 am

    Ich bin 29 und habe zwar keinen kreisrunden Haarausfall, aber seit einem guten halben Jahr mit vernarbendem und seit einigen Jahren schon mit erblichem Haarausfall zu kämpfen. Mittlerweile ist mein Oberkopf relativ kahl, so dass auch meine Kollegen schon bemerkt haben was los ist. Nachdem ich es einem direkten Kollegen erklärt habe, musste ich mir anhören, dass ich die Schuld nicht bei mir suchen dürfte… ich könnte ja nichts dafür, dass sich Menschen vor mir ekeln würden. Das ist vielleicht keine Diskriminierung in dem Sinne, der hier angesprochen wurde, aber führt doch dazu, dass man sich in dem Moment ausgeschlossen aus der Welt der „normal“ Aussehenden fühlt.

    Antwort

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Jenny Latz

Jenny Latz

Haircoach, Autorin und Schönheitsexpertin

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