Posts tagged ‘Kopfbedeckung’

Soeben eingetroffen – neue Muster Turban, Mützen

Als ich den Katalog für die neue Headware von Gisela Mayer erhielt, war ich gleich vom Titelfoto begeistert. Wie Ihr Headware von Gisela Mayerwisst, probiere ich erst alles selbst aus, was möglich ist, bevor ich Euch Empfehlungen gebe.
Also habe ich gleich einige Muster bestellt, die meinem persönlichen Stil entsprechen.

Soeben traf der Karton ein!

Mützen und Turbane für den WinterGleich ausgepackt und durchgestöbert. Fühlt sich vom Material alles echt super an.
Nun will ich testen, ob die auf meinem Kopf auch genauso aussehen, wie auf den Prospektbilder. Ob ich das ohne großen Aufwand genauso hinfummeln kann, wenn es eine Kombination mit Bändern ist.

Gleich muss ich zu einem Termin außer Haus und habe mir schon ein passendes Teil bereit gelegt. Ich werde Euch weiter berichten.

November 4, 2014 at 2:16 pm Hinterlasse einen Kommentar

Glatze hilft in Notlagen

Auch wenn ich immer noch in meiner Sommer-Kreativ-Pause stecke und auch wenn ich seit fast 40 Jahren keine Haare mehr habe, so erlebe ich doch im Alltag immer wieder witzige Geschehnisse, die es wert sind, in diesem Blog berichtet zu werden.

Gestern abend kam ich gegen 11 Uhr von einer Sitzung nach Hause und bemerkte an der Ecke vor unserer Garage ein DSC02854Grüppchen Personen auf dem Bürgersteig, die um eine verletzte oder tote schwarze Katze herumstanden. Da auch ich – Facebook-Freunde wissen das – eine schwarze Katze habe, hielt ich natürlich sofort an. Erleichterung – es war nicht unsere Mimi. Aber Sorge, was tun. Wir – ca. 5 Frauen aus der Nachbarschaft – telefonierten gerade mit mehreren Handys alle Instanzen durch, als ein junger Mann leicht torkelnd über die Straße auf die Jüngste unter uns zusteuerte. Er sprach mehr als gebrochen Deutsch, offenbar ein Russe. Zunächst dachte ich, dass die beiden sich kennen. Doch als die junge Frau kreischend zu Seite sprang und er nun auf die anderen losging, war mir klar, dass hier was nicht so gut läuft.

Der Typ schien ziemlich betrunken zu sein. Er fuchtelte immer mit seinem Handy in der Luft herum und wollte uns dies ans Ohr halten. Was er wollte, war nicht zu verstehen. Ich lehnte vor der Motorhaube meines Wagens und trug eins meiner Käppis (Ihr wisst, erst schwitzen und dann am Abend kühle Luft am Kopf, das tut dem Hals nicht gut). Als er schließlich immer aggressiver wurde, meine Hand ergriff und mir das Handy übergeben wollte, sagte ich:

„Jetzt nicht!“ Von der toten Katze schien er überhaupt nichts bemerkt zu haben.

Aber er ließ nicht locker…

Da fiel mir eine alte Geschichte ein und ich sagte:

„Es geht nicht! Okay? Ich bin krank!“ Dabei zog ich die Mütze vom Kopf, genau in dem Moment, als er hochschaute.

Irritiert und verdutzt starrte er mich an. Seine Aggression war wie weggeblasen. „Schuligung“ stammelte er und torkelte weiter die Straße entlang. Es war der „Absetzeffekt“, der hier seine Wirkung tat. Wäre ich von vorne herein mit Glatze da gestanden, hätte er meine Kahlheit nicht mal bemerkt und ich hätte ihn nicht vertreiben können.

Gern habe ich das nicht gemacht, aber in manchen Notlagen geht es halt nicht anders. Bei den Damen habe ich mich kurz entschuldigt, richtig gestellt, ich sei nicht krank (zum Glück!), sondern hätte nur seit 40 Jahren keine Haare. Das Thema war beendet und wir konnten uns wieder der Tierhilfe widmen.

August 6, 2013 at 3:36 pm Hinterlasse einen Kommentar

Passfoto mit kahlen Kopf – Alopecia areata

Häufig wird mir die Frage gestellt: „Was mache ich denn, wenn ich ein neues Passbild brauche? Soll ich eine Perücke tragen? Soll ich mich mit kahlen Kopf ablichten lassen?“

Auch ich musste einmal diese Erfahrung machen, nicht zu wissen, was ich tun soll, was auf mich zukommt. In meiner Autobiografie „Das Glück beginnt im Kopf“ habe ich auch mein Erlebnis zum Thema Passbild beschrieben. Hier könnt Ihr nun einen Auszug lesen…

Jenny Latz… Bei meinem letzten Besuch in Paris hatte man am Morgen meiner Abreise meinen Wagen aufgebrochen und alle meine Papiere gestohlen. Ich musste einen neuen Personalausweis beantragen. Nun brauchte ich für die neuen Papiere auch neue Fotos. Der Führerschein war nicht das Problem. Hierfür genügte ein Foto mit Kopftuch, das ich im Automaten machen konnte. Das war gut genug. Doch für den Personalausweis wollte ich zu einem Fotografen gehen. Ich entschied mich für den kleinen Laden in der Kinopassage, der von zwei alten Damen geführt wurde. Ich musste einen Augenblick warten und setzte mich im Verkaufsraum auf einen Stuhl. Ängstlich glitten meine Blicke über die unzähligen Aufnahmen, die hier an den Wänden hingen. Keiner dieser Frauen und Männer trug eine Kopfbedeckung. Da kam eine der beiden Damen nach vorne, stellte sich hinter die Ladentheke und lächelte mich unverbindlich an:
„Was kann ich für Sie tun?“
„Ich brauche neue Passfotos“, stammelte ich unsicher.
„Dann kommen Sie bitte mit mir nach hinten. Sie wollen sich sicher noch zurecht machen?“ fragte sie und hielt den Vorhang der Kabine auf.
„Zurechtmachen? Eigentlich nicht.“Jenny mit Turban
„Aber Sie müssen das Tuch doch abnehmen“, insistierte die ältere Dame. „Passfotos mit Kopfbedeckung sind nicht erlaubt. Sie müssen das rechte Ohr frei haben.“
„Aber ich habe keine Haare! Soll ich etwa ein Foto mit Glatze machen lassen?“ gab ich aufgebracht zurück.
Doch meine Gesprächspartnerin schien von dieser Offenbarung völlig unberührt.
„Tut mir leid, aber wenn Sie das Foto für Ihren Ausweis benötigen, werden Sie wohl das Tuch abnehmen müssen. Ich kann auch nichts an den Vorschriften ändern.“
„Dann ziehe ich eben eine Perücke auf“, sagte ich eigensinnig.
„Das ist auch nicht gestattet. Das Foto muss Sie so zeigen, wie Sie sind“, gab sie ärgerlich zurück.

Ich war den Tränen nahe. Eine so simple Alltagsaktion, wie das Anfertigenslassen eines Passfotos weitete sich nun für mich zur Katastrophe aus. Soll ich denn für den Rest meines Lebens mit einem Foto von mir mit Glatze im Ausweis herumlaufen? Ich war den Tränen nahe, als ich ohne Kopftuch vor der Kamera saß und mich von dieser Frau ohne irgendwelche Emotionen ablichten ließ. Mein innerer Zustand war auf den Fotos nicht zu verkennen. Tapfer holte ich sie ab und reichte sie beim Einwohnermeldeamt zur Antragstellung für den neuen Pass ein. Obwohl ich bereits als Modell mit Glatze gearbeitet hatte, machte mir dies deshalb so viel zu schaffen, weil nun jeder, der nach meinem Ausweis verlangte, von meinem Geheimnis erfahren würde. Bis dahin hatte ich genau auswählen können, wer zu den Eingeweihten gehören durfte und wer nicht. Zunächst hatte ich ständig Angst, dass jemand meinen Ausweis sehen wollte. Wenn jemand nach meinem Pass fragte, behauptete ich immer, dass ich ihn zu Hause vergessen hätte. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich auch daran und manchmal vergaß ich sogar, was für ein Foto in meinem Pass prangte…

Februar 5, 2013 at 12:34 pm Hinterlasse einen Kommentar


Jenny Latz

Jenny Latz

Haircoach, Autorin und Schönheitsexpertin

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