Posts tagged ‘Forschung’

Genetik von Alopezien bietet neue Hoffnung

In den letzten Jahren wurden weltweit immer mehr Studien zu den Zusammenhängen genetischer Ursachen und Haarausfall durchgeführt. Die Humangenetik ist ein äußerst komplizierter Fachbereich der Medizin, den viele niedergelassene Ärzte genauso wenig begreifen wie wir Betroffenen.
Daher freue ich mich ganz besonders, dass ich meinen Expertenrat von Haircoaching® diesbezüglich erweitern konnte.
Seit dem 1. Juni 2017 ist Frau Prof. Regina Betz, vom Institut für Humangenetik der Universität Bonn Mitglied des Expertenrats.
Sie befasst sich vorwiegend mit der Genetik von Alopezien, so dass ich euch von nun an über alle wichtigen Studien und Erkenntnisse auf dem laufenden halten kann.

Advertisements

Juni 13, 2017 at 3:44 pm Hinterlasse einen Kommentar

Behandlung bei Alopecia areata in den USA mit Tofacitinib

yale-medicine-doctors-combat-alopecia-areataDas Ärzte-Ehepaar King and Craiglow behandelt Patienten mit alopecia areata in den USA mit Tofacitinib.
Die Behandlung ist jedoch nach meiner Meinung und der Meinung vieler Experten in Deutschland noch nicht ausgereift. Außerdem sprechen wir hier NICHT von einer ursächlichen Heilung und es bleibt unklar, ob die Haare nach Ende der Therapie bleiben und wie möglicherweise die Folgen einer Langzeitanwendung aussehen.
Derzeit geschieht einiges im Bereich Forschung und Mut-Mach-Awareness der Alopecia areata.

Es stellt sich daher die Frage, worauf wir Betroffene mehr Energie verwenden sollten:

Die Forschung zu unterstützen, indem wir solche Ansätze weiter verbreiten und uns als Versuchspersonen zur Verfügung stellen
oder
weiter für Mut zu werben, dass Mann und Frau auch ohne Haare leben kann.

Wie ist eure Meinung dazu?

Oktober 23, 2016 at 10:57 am 5 Kommentare

Knapp tausend Euro Spenden für Areata Forschung

Bei der Areata-Fashion-Show Defilee hatten wir zu Spenden für Stiftung für Haar- und Hautforschung an der Charité in Berlin aufgerufen. Knapp 1.000 Euro kamen dabei … MEHR LESEN

Alle Informationen zur HairSkin Research Foundation findet ihr HIER

rp-modenschau-bringt-spende-fuer-die-forschung

Oktober 6, 2016 at 4:11 pm Hinterlasse einen Kommentar

Aktuelle Forschung zu vernarbende Alopezie

Hier im Blog und auf meiner Homepage habe ich es bereits angesprochen:
Die vernarbenden Alopezien scheinen epidemisch zuzunehmen in der letzten Zeit.
Vernarbende-AlopezieAuch bei mir laufen immer mehr Beratungsanfragen zu vernarbenden Alopezien auf. Um Betroffenen eine erste Hilfestellung zu bieten, hatte ich bereits ein Forum auf meiner Homepage einrichten lassen, in dem ihr euch geschützt austauschen könnt.
Um so größer und freudiger war meine Überraschung, als ich auf der Fortbildungswoche für Dermatologie in München feststellen durfte, dass die Forscher euch mitnichten alleine lassen.
Lest hierzu den großen Newsbericht auf meiner Homepage:

Vernarbende Alopezien – Forschung nimmt die Fährte auf

August 14, 2016 at 3:24 pm Hinterlasse einen Kommentar

Viel Neues über Haarausfall von der FoBi 2016 in München

FOBI-2016Nachdem ich 2014 ausgesetzt hatte, bin ich in diesem Jahr wieder zur Fortbildungswoche für Dermatologie nach München gereist. Es gab zwar kein riesiges Angebot zum Thema Haarausfall, aber dafür waren die wenigen Vorträge und Kurse mehr als informativ.
Viele neue Informationen nicht nur zum erblichen und diffusen Haarausfall habe ich für euch zusammengetragen, sondern auch zur Alopecia areata. Besonders gefreut hat mich, dass die Dermatologen nun auch die vernarbenden Alopezien auf dem Schirm haben. Allgemein wird bestätigt, was auch ich in meiner Beratungspraxis immer wieder feststelle:ICM-MünchenICM-München-2016

 

 

 

 

 

 

Flaggen-auf-HalbmastDie vernarbenden Alopezien nehmen fast epidemisch zu seit ein, zwei Jahren. Bisher weiß niemand – warum. Aber dem wollen die Forscher nun nachgehen.
Ich berichte via Video und mit Texten und Bildern für euch. Hier der erste Beitrag.

Es war leider kein guter Zeitpunkt. Aufgrund es Amoklaufs wehten auch am ICM-Messe München die Fahnen auf Halbmast.

August 1, 2016 at 10:03 pm 2 Kommentare

Alopecia Areata Deutschland Kongress 2016 – ein Bericht

Areata-Kongress-2016Im Januar diesen Jahres wurde der Selbsthilfeverein Alopecia Areata Deutschland e.V. 25 Jahre. Aus diesem Grund fand der diesjährige Kongress in Bonn, der Gründungsstadt des Vereins statt.
Fast auf den Monat genau vor 20 Jahren wurde ich in Bonn zur Bundesvorsitzenden gewählt. Wo ist nur die Zeit geblieben?
Grund genug, am 13. Februar 2016 nach Bonn zu fahren. Aber gleichzeitig auch Anlass, sich die Frage zu stellen, was haben wir erreicht in 25 Jahren, wo stehen wir heute!

Alopecia-areata-deutschlandNach vielen Veränderungen unseres Lebensalltags durch das Internet und die sozialen Netzwerke hatte ich ehrlich gesagt mit viel mehr kahlen Frauenköpfen gerechnet. Ich war erstaunt, dass dies letztlich nur eine Handvoll waren. Und diese Wahrnehmung teilte ich auch mit anderen Kongressteilnehmern. Werden Frauen, die es „geschafft“ haben, nicht Mitglied des Vereins? Haben sie vielleicht weniger Interesse am Vorantreiben der Ursachenforschung? — Gut möglich, denn bei der alopecia areata handelt es sich ja um keine lebensbedrohliche Erkrankung. Im Gegenteil: Die meisten von uns sind kerngesund und haben nur die besten Blutwerte vorzuweisen.

Bei den Vorträgen stand wieder die Genforschung im Mittelpunkt.

Dr-Redler-areataFrau Dr. Redler gab einen Überblick über die bisherigen Ergebnisse der immer noch laufenden Genstudie an der Uniklinik Bonn.

Bislang wurde das Blut von ca. 3.000 Patienten untersucht. Knapp ein Viertel hat auch einen betroffenen Familienangehörigen. Je weiter entfernt der Verwandtschaftsgrad, um so geringer das Risiko, eine alopecia areata zu entwickeln.
Es wurden gleich mehrere Gene indentifiziert, die zur Erkrankung beitragen. Dabei ist die HLA-Region die Hauptverantwortliche, denn sie reguliert das Immunsystem. Aktuell wurde eine weitere Stelle auf der DNA als verantwortlich identifiziert.
Zur Beteiligung von Umweltfaktoren gibt es bislang keine Studien. Dies verwies Frau Dr. Redler in den Bereich der Spekulation.

Es geht weiter:
Das heißt alle Betroffenen sind auch zukünftig aufgerufen, ihr Blut für diese Untersuchungen zur Verfügung zu stellen.
Weiterhin wird nach Parallelen zwischen verschiedenen Autoimmunerkrankungen gesucht. Außerdem finden Analysen von Gewebuntersuchungen von Kopfhautbiopsien statt. Auch hierfür werden Patienten gesucht.

Bisher also keine brauchbaren Ergebnissen für die Betroffenen. Forschung dauert!

Eines jedoch steht fest:
Das Risiko im Laufe des Lebens zur Areata eine zweite Autoimmunerkrankung zu bekommen ist hoch.

Jenny-Latz-areata-GenetischZu erwähnen ist noch, dass es verschiedene Erhebungen gibt zum Einfluss einer Schwangerschaft auf die Areata.

Insgesamt hat es Spaß gemacht, alte und neue Gesichter wieder zu sehen!

Februar 18, 2016 at 1:42 pm 4 Kommentare


Jenny Latz

Twitter

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.