Posts tagged ‘Hormone’

News zu androgenetischer Alopezie – erblicher Haarausfall

Nun bin ich euch dringend den nächsten Bericht über neue Erkenntnisse zu Haarausfall von der FoBi in München schuldig. Sorry, wenn es etwas länger gedauert hat… 😉
Prof-Hans-Wolff-AlopezieBei einem weiteren Mittagsseminar mit Prof. Hans Wolff aus München konnte ich weitere News für euch zusammentragen. Dieses Mal zur androgenetischen Alopezie:

Viele rechnen sich ja immer mathematisch aus – wenn mir jetzt schon jetzt so viele Haare ausfallen, dann habe ich in soundso vielen Jahren eine Glatze. Wie verhält es sich wirklich?
Je stärker die genetische Prägung umso stärker wird die Ausprägung der Glatzenbildung sein und umso rasanter geht der Haarausfall-Prozess vonstatten. Das heißt, wenn z.B. der Vater stark betroffen ist, beginnt die AGA beim Sohn früher und die Prognose ist schlechter.

TrichoskopieMithilfe der Trichoskopie kann man eine androgenetische Alopezie frühzeitig diagnostizieren.

Was ist mit der Pille gegen die AGA bei der Frau?
Die Pille bringt gegen die androgenetische Alopezie der Frau nur dann etwas, wenn die AGA mit anderen Vermännlichkeitserscheinungen einhergeht. Nur erhöhte Androgenwerte reichen nicht aus, um die Pille gegen diesen Haarausfall bei Frauen zu empfehlen. Dies als Tipp für den nächsten Besuch bei eurem Gyn. 😉

 

August 9, 2016 at 3:23 pm Hinterlasse einen Kommentar

Haarausfall durch die Pille oder Pille gegen Haarausfall?

Fakt ist, dass jede hormonelle Schwankung im Körper der Frau grundsätzlich einen diffusen Haarausfall auslösen kann. Aber eben nur kann! Jedes An- oder Absetzen der Pille kann also einen verstärkten Haarausfall nach sich ziehen. Dieser ist in der Regel aber nur vorübergehend.

Haarausfall nach der Geburt

Bild: istockphoto.com

Die Antwort eins lautet also: Ja, Haarausfall durch den Wechsel der Pille oder durch An- oder Absetzen ist möglich!

Aber umgekehrt kann auch ein Schuh draus werden.
Es gibt einige Anti-Baby-Pillen, die gegen den anlagebedingten Haarausfall der Frau wirken. Sie enthalten Antiandrogene. Die Handelsnamen lauten z.B. NeoEunomin, Belara, Gestamestrol, Diane 35, Androcur oder Valette. Ob es hierdurch zu einem Stopp des Haarausfalls kommt, kann in der Regel erst nach 3 bis 6 Monaten festgestellt werden.
Einen wissenschaftlichen Wirksamkeitsbeweis in doppelblinden und plazebokontrollierten Studien mit präzisen Auswertungsmethoden gibt es jedoch bislang nicht. Daher weiß auch nicht, welches der genannten Mittel den größten Effekt bei der Behandlung der androgenetischen Alopezie hat.

Die meisten Haarspezialisten favorisieren mittlerweile eine Therapie der androgenetischen Alopezie der Frau nicht nur mit der Pille allein, wie von vielen Frauenärzten ihren Patientinnen empfohlen wird. In der einzigen bislang publizierten Studie* bei der eine Pille mit antiandrogener Wirkung (Diane-35 und Androcur 50 mg) mit Minoxidil 2% für Frauen verglichen wurde, schnitt Regaine deutlich besser ab. Lediglich bei gleichzeitigem Bestehen von erhöhten männlichen Quelle: www.istockphoto.comGeschlechtshormonen, Hyperandrogenämie, einer Behaarung nach männlichem Muster, Hirsutismus oder bei Zyklusunregelmäßigkeiten kann die Wirksamkeit von Regaine Frauen durch die Kombination mit Antiandrogenen gesteigert werden. In diesen Fällen müssen Hormonanalysen im Blutbild durchgeführt werden.

Ob eine Haarausfall-Therapie mit einer antiandrogenen Pille bei Frauen aussichtsreich ist, muss im Rahmen einer persönlichen Untersuchung beim Hautarzt in Absprache mit dem Frauenarzt geklärt werden. Ebenso individuell ist die Wahl des geeigneten Präparates. Und letztlich muss die einzelne Frau entscheiden, ob sie wegen eines Haarausfalls ihrem Körper Hormone zuführen will oder nicht.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Lassen Sie andere Frauen an Ihren Erfahrungen teilhaben und kommentieren Sie hier im Blog!

*Vexiau et al., Br J Dermatol 2002, 146:992-9

Februar 10, 2015 at 2:59 pm 2 Kommentare

Haarausfall nach der Geburt

Behandlung für Haare

Haarausfall tritt nach der Geburt eines Kindes sehr häufig auf.

Viele Frauen haben während der Schwangerschaft plötzlich viele und schöne Haare. Das kommt von der starken hormonellen Umstellung des Körpers und einem hohen Hormonspiegel.
Nach der Geburt kommt es jedoch zu einem abrupten Abfall des Östrogenspiegels, der für den starken Haarverlust verantwortlich ist.  Es handelt sich hierbei um ein natürliches Phänomen. Diese Form des Haarausfalls zählt zu den Ursachen einer diffusen Alopezie.

Nach der Entbindung fallen dann Haare aus, die eigentlich schon längst hätten ausfallen müssen. Häufig fällt der Beginn des Haarausfalls mit der Wochenbettdepression der Mutter zusammen. Das bedeutet eine doppelte psychische Belastung.

Zu ernster Sorge besteht aber kein Grund. Eine Therapie ist nicht nötig. Nach etwa einem halben Jahr normalisert sich das Haarwachstum wieder. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte ein auf Haare spezialisierter Dermatologe aufgesucht werden.

Januar 13, 2015 at 7:06 pm Hinterlasse einen Kommentar

Haarausfall bei der Frau – Hormone oder erblich?

Hormone könne auch das Haarwachstum, den Haarzyklus und Teilungsaktivität der Haarzellen beeinflussen. Das Haarwachstum und Struktur etc. sind  genetisch festgelegt. Die Hormone bewirken jedoch im Laufe des Lebens gewisse Veränderungen.

Ein Haarausfall der rein durch diese hormonellen Umstrukturierungen des weiblichen Körpers verursacht wird verläuft eher diffus ohne erkennbares Muster.

Haarausfall nach der GeburtDie meisten Frauen freuen sich während einer Schwangerschaft über besonders schöne Haare. Dafür sorgt meist der hohe Spiegel weiblicher Geschlechtshormone, der Östrogene.
Zwei bis drei Monate nach der Geburt kann es jedoch zum Eintritt von verstärktem Haarausfall kommen. Der Östrogenspiegel sinkt stark. Darauf reagieren die Haarfollikel, indem  plötzlich sehr viele von ihnen die Wachstumsphase (Anagen) abbrechen und in die Ausfallphase (Telogen) übertreten. Etwa drei Monate später fallen diese Haare dann aus. Der Facharzt nennt diesen Vorgang postpartales Effluvium.

Die meisten Frauen benötigen keine besondere Therapie. Nach einigen Monaten finden die Haarfollikel wieder in ihren üblichen Rhythmus zurück, der Haarausfall lässt nach, neue Haare wachsen verstärkt.

Ähnlich muss man sich den Vorgang im weiblichen Körper nach jedem An- oder Absetzen der Pille vorstellen. Nach mehreren Wochen verstärkt sich der Haarausfall, normalisiert sich aber nach einiger Zeit wieder.

Nur wenn der Haarausfall über mehrere Monat unvermindert stark anhält oder sogar zunimmt, sollte ein auf Haare spezialisierter Dermatologe aufgesucht werden.

September 30, 2014 at 3:11 pm Hinterlasse einen Kommentar

Haarausfall und Schilddrüse

2014-07-01 13_10_51-Beratung bei Haarausfall _ Jenny Latz HAIRCOACHING®

Inwieweit Fehlfunktionen und Erkrankungen der Schilddrüse für starken diffusen Haarausfall veranwortlich sein können, ist unter Experten umstritten. Aus meiner Beratungspraxis kenne ich jedoch viele Fälle, insbesondere von Frauen, bei denen Schilddrüsen-Fehlfunktionen offenbar massiven Haarausfall mit sich bringen. Hier ein solcher Fall:

Hallo Frau Latz,
ich bin jetzt 28 Jahre und mit dem Haarausfall kämpfe ich schon seit fast zehn Jahren, mal mehr und mal weniger. Mittlerweile ist es aber wirklich mehr als deutlich zu sehen und macht mit doch sehr große Probleme.
In den ersten Jahren war ich bei verschiedenen Hautärzten, Haarsprechstunden in Unikliniken usw. und habe an Medikamenten auch ziemlich viel ausprobiert, aber nichts hat mir geholfen. Mein Hautarzt meinte, dass ich mich wohl damit abfinden muss. Das ist ziemlich schwer in meinem Alter.
Ich stehe jeden Morgen im Bad vorm Spiegel, und die Tränen laufen mir nur so herunter. Das will ich nicht mehr. Ich will endlich wieder glücklich sein wie früher.
Nun hat mein neuer Hausarzt herausgefunden, dass ich eine Hashimoto Thyreoditis habe.  Ich wusste immer nur von einer Schilddrüsenunterfunktion aber nichts von einer Autoimmunerkrankung. Ich könnte mir also gut vorstellen, dass der Haarausfall auch daher kommt.
Ich wäre Ihnen wirklich sehr dankbar für eine Rückmeldung. Liebe Grüße

Das Ausprobieren von Mitteln gegen Haarausfall hätte sich diese junge Frau wohl sparen können.
Bei diffusen Formen von Haarausfall sollte eigentlich immer auch die Schilddrüse zu den üblichen Verdächtigen gehören, denn sie produziert u.a. zwei Hormone, T3 und T4, die wichtige Funktionen im Stoffwechsel erfüllen. Eine Unterfunktion kann neben den üblichen bekannten Anzeichen zu brüchigen und stumpf aussehenden Haaren führen. Hier können auch Augenbrauen und Körperbehaarung betroffen sein.
Bei der Überfunktion kann ein beschleunigtes Haarwachstum dazu führen, dass die Haare dünner werden. Sie treten früher in die Ruhephase eintreten und bleiben somit kürzer.
Allerdings können sowohl schwere Schilddrüsenfunktionsstörungen ohne Haarveränderungen als auch geringe Hormonspiegelabweichungen mit schwerem Haarausfall auftreten. Einen interessanten Artikel hierzu mit vielen weiteren detaillierten Informationen finden Sie auf www.haarerkrankungen.de

Juli 1, 2014 at 11:14 am Hinterlasse einen Kommentar

Dermatologe sollte auf Haarausfall spezialisiert sein

Die Dermatologie umfasst ein weites Spektrum an Erkrankungen. Haare und Haarausfall sind nur ein kleiner Teil dessen, aber gleichzeitig ein Bereich, der spezielle Fortbildung und Kenntnisse erfordert, um Patienten wirklich helfen zu können.
Quelle: istockpictures.comLeider denken die meisten Menschen bei Haarausfall: „Dann gehe ich eben mal zu meinem Hautarzt, der hat mir ja auch schon mit der Allergie geholfen!“
Die Hilfe bei der Allergie lässt aber nicht automatisch darauf schließen, dass der Hautarzt sind auch auf dem Gebiet der Haare qualifiziert fortbildet. Patienten haben jedoch ein feines Gespür dafür, ob der Arzt ihnen wirklich mit Kompetenz zur Seite stehen wird oder nicht. Falls nicht entstehen Fälle wie diese (Emailanfragen an mich):

Ich weiss nicht mehr, was ich tun soll. Keiner nimmt mich ernst!
Ich verlor von jetzt auf gleich 300 Haare pro Tag.
Ich bin absolut fertig; weil ich seit zwei Jahren versuche herauszufinden, was los ist. Weil auch tausend andere Dinge mit meinem Körper passieren, die nicht in Ordnung sind.
Können Sie mir helfen vielleicht in einem Gespräch?

Ich war mittlerweile bei zig Hautärzten, im Uniklinikum und keiner kann mir helfen. Keiner weiss, was bei mir ist.
Ich habe mittlerweile fast 50 % meiner Haare verloren und traue mich kaum noch unter Leute. Ich will gerne etwas unternehmen, aber bin ratlos.
Mir wird geraten, Regaine zu nehmen, aber ich möchte die Ursache bekämpfen, denn wenn es erblich bedingt ist, kann nicht in 5 Monaten ein derartiger Haarverlust sein, oder?
Ein Trichoscan, welches an einer unproblematischen Stelle am Hinterkopf UNTEN! gemacht wurde (auch nur eine Stelle rasiert) sagte aus:
Wachstumsdichte 172 cm3 und 14 % und 86 %, wohl normal. Was kann mir das sagen?
In der Uniklinik wurde eine Biopsie genommen, Entzündungsfiltrat. Die Entzündung, rötliche Kopfhaut, ist noch ein wenig vorhanden, aber nach Kortisonbehandlung ok.
Hormone wurden gemacht und Blut war ok. Eisen war einmal bei 53 und das zweite mal bei 38.

März 25, 2014 at 1:20 pm Hinterlasse einen Kommentar

Haarausfall und Schwangerschaft

Quelle: www.istockphoto.comDie meisten Frauen erfreuen sich während einer Schwangerschaft wunderschöner, reich wachsender Haare. Manchen Frauen wird es regelrecht unheimlich, wie viele Haare ihnen plötzlich wachsen.

Doch nicht selten setzt zwei bis drei Monate nach einer Geburt Haarausfall ein, den die Mediziner postpartales Effluvium nennen. Wie kommt das?

Schwangere Frauen haben einen sehr hohen Spiegel an weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogenen) im Blut, die für dichtes, glänzendes Haar und glatte Haut sorgen.

Blutergebnisse verstehenMit der Geburt sinken die Östrogenspiegel rapide, was dazu führt, dass viele Haarfollikel – locker ausgedrückt – in eine Art Schockzustand geraten und plötzlich die Wachstumsphase (Anagenphase) abbrechen und in das Ausfallsstadium (Telogenphase) übertreten.
Diese Haare fallen dann 2-3 Monate nach der Geburt aus.
Eine Normalisierung des postpartalen Effluviums und ein Nachwachsen der verlorenen Haare findet ohne Therapie bei den meisten Frauen nach einigen Wochen bis Monaten von alleine statt.

Hier braucht frau also nicht in Panik zu geraten angesichts der plötzlichen Menge ausfallender Haare. Hier braucht es NUR Geduld! Viel Geduld!

Januar 15, 2013 at 2:06 pm 3 Kommentare

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Jenny Latz

Jenny Latz

Haircoach, Autorin und Schönheitsexpertin

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