Posts tagged ‘Chemo’

Alopecia Areata oder Chemotherapie

In Zusammenhang mit diesem ersten Mega-Event für mehr Awareness für Menschen mit Alopecia areata stellt sich die Frage des WARUM und WOZU.

Viele der jungen Frauen, die alle Haare verloren haben, trauen sich heute mehr als zu meiner Anfangszeit. Das Gruppengefühl auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken macht mutig und stark, so dass immer mehr Frauen mit Areata sich dort ohne Haare zeigen und ihre Freiheit zu eigener Gestaltung ausschöpfen wollen.Areata Modenschau

Was diese jungen Frauen nervt, sind die Mitleidsblicke im Alltag. Sie wollen nicht für eine Krebspatientin gehalten werden. Diese Blicke beinhalten auch:

Eigentlich gehörst schon nicht mehr ganz zu uns, den Überlebenden. Wir wollen nicht mit unserer eigenen Endlichkeit konfrontiert werden. Aber das tust du mit deiner Glatze!“

Prozentual gesehen gibt es mehr Menschen mit Areata als mit einer Glatze aufgrund von Chemo. Dennoch ist die Wahrnehmung genau umgekehrt.

DAS WOLLEN WIR ÄNDERN!

Unsere Kahlheit schenkt uns eine Vielfältigkeit der Gestaltung unseres Aussehens, die Menschen mit Haaren nicht so uneingeschränkt zur Verfügung haben. Wir können die Frisur gleich mehrmals am Tag wechseln. Ihr nicht!frisur

Und mal ehrlich und ein wenig provokativ:
Bei mancher Frau mit Haaren möchte man auch nicht unbedingt von einer Frisur sprechen, oder?!

 

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September 21, 2016 at 2:58 pm Hinterlasse einen Kommentar

Welche Perücke bei Chemotherapie?

Für eine handgeknüpfte Perücke aus Eurohaar muss man etwa 1.500 Euro bezahlen. Einige Krankenkassen übernehmen auch bei Chemotherapie die Kosten hierfür. Aber fragen Sie vorher nach!

Wer die Summe für eine Echthaarperücke nicht ausgeben will oder kann oder wer – beispielsweise aufgrund einer Chemotherapie – nur zeitweise an Haarverlust leidet, dem bietet das große Angebot an Kunsthaarperücken eine reiche Auswahl. Verschiedenste Frisuren, in allen Farben, mit oder ohne Locken, bieten etwas für jeden Geschmack.

Kunsthaar ist strapazierfähiger, besitzt jedoch weniger Glanz und Weichheit als Echthaar.

Mai 19, 2011 at 4:02 pm Hinterlasse einen Kommentar

Chemotherapie und Haarausfall

Zytostatika, die bei einer Chemotherapie gegen Krebs eingesetzt werden, sind sogenannte Zellstopper.  Sie sollen gegen die sich schnell teilenden Krebszellen wirken. Der Nachteil ist, dass auch die Zellen der Haarwurzeln sich schnell teilen. Zytostatika blockieren diesen Zellteilungsprozess. Daher kommt es zwei bis vier Wochen nach der ersten Chemo zu Haarausfall. Wie stark dieser ist oder ob die Haare nur abbrechen, das hängt ab von der Zusammensetzung der Zytostatika, von der Dosierung und natürlich auch von der individuellen körperlichen Reaktion des jeweiligen Patienten.
Auch Wimpern, Augenbrauen und Körperhaare können ausfallen. Aber es muss nicht zwingend zu Haarausfall kommen.

Tipp:
Fragen Sie Ihren Arzt, ob er vorab abschätzen kann, welche Auswirkungen die Chemotherapie auf Ihre Haare haben wird.

Insbesondere für Frauen stellt der Haarverlust oft eine große seelische Belastung dar. Diese ist in vielen Fällen stärker als die durch die Krebserkrankung selbst. Nur ganz wenige zeigen mutig ihren kahlen Kopf auch außerhalb von Wohnung oder Haus.
Die meisten Krebskliniken arbeiten mit Perückengeschäften vor Ort zusammen. Krebspatientinnen erhalten oft schon ein Beratungsangebot vor Beginn der ersten Chemo.

Tipp:
Wenn Sie sich vorab die Haare kurz schneiden lassen, ist der Schock über den Ausfall besser zu verkraften und Sie haben mehr Zeit, sich an Ihr „neues“ Spiegelbild zu gewöhnen.
Tücher, Schals, Perücken bieten gute Möglichkeiten, die Zeit der Haarlosigkeit zu überbrücken. Infos zu diesen Lösungsmöglichkeiten finden Sie auf meiner Homepage www.haircoaching.de

In der Regel ist der Haarausfall jedoch nur vorübergehend. Wenn Ihr Körper die Zytostatika abgebaut hat, können auch die Haare wieder wachsen. Oft berichten mir jedoch „ehemalige“ Chemopatientinnen, dass ihre Haare nachher anders nachwachsen. Manchmal sind sie schöner als zuvor, weicher, lockiger, grauer oder auch dünner.

März 22, 2011 at 2:17 pm Hinterlasse einen Kommentar

Permanentes Make-up – eine gute Hilfe bei Haarausfall

Was hat Permanentes Make-up mit Haarausfall zu tun?

Bei fehlenden Augenbrauen oder Wimpern, wie es beim kreisrunden Haarausfall, aber auch ab einem gewissen Alter in den Wechseljahren auftreten kann,  ist permanentes Make up eine praktische Alternative zum täglichen Schminken.

Dabei handelt es sich nicht um eine  Tätowierung. Tätowierungen halten ein Leben lang und können nur operativ, zum Beispiel mit Laser, entfernt werden. Beim Permanenten Make-up werden mikrofeine Farbpigmente in die oberen Hautschichten eingebracht. Diese Farbpigmente verbleiben einige Jahre in der Haut und verblassen langsam mit der Zellerneuerung.

Permanentes Make-up ist eine Lösung bei folgenden Problemen:

  • zur Korrektur von Unregelmäßigkeiten
  • bei optischen Vergrößerungen der Augen oder Lippen
  • wenn frau wenig Zeit hat sich regelmäßig zu schminken, aber immer top gepflegt aussehen will/muss
  • bei häufigen Saunabesuchen oder bei Sportlerinnen
  • nach Unfällen (z. B. Verbrennungen, Narben)
  • bei Verlust der Gesichtsbehaarung nach Chemotherapie oder kreisrundem Haarausfall.“

Anbieter gibt es viele. Aber Vorsicht ist bei der Auswahl geboten.

Zunächst sollte  eine kostenlose Beratung mit eingehender Typenanalyse angeboten werden.  Die  gewünschten Partien sollten vorgezeichnet werden, um das spätere Ergebnis vorab begutachten zu können. Nachdem der passende Farbton ausgewählt wurde beginnt die Pigmentierung. Es ist wichtig, dass nur die natürlichen Konturen betont werden, damit die Pigmentierung nicht überzeichnet wirkt.

Selbstverständlich gelten strenge Hygieneanforderungen. Die Pigmentierer tragen Handschuhe und gegebenenfalls einen Mundschutz. Die verwendeten Pigmentiernadeln sind steril und zum einmaligen Gebrauch bestimmt. Der hohe technische Standard der Pigmentiergeräte und eine intensive Fachausbildung machen es möglich, dass die Farbpigmente schonungsvoll in die Haut gelangen. Die Färbung erfolgt in mehreren Schritten, so dass Sie selber entscheiden können, wann die ideale Intensität erreicht ist.

Auch bei schütterem Kopfhaar bietet Permanentes Make-up eine akzeptable Alternative zum Tragen eines Toupets oder zur Transplantation. Auch einzelne Stellen im Bart lassen sich auf diese Weise kosmetisch ergänzen.

Preislich gibt es erhebliche Unterschiede auf dem Markt. Die Kosten für die Pigmentierung eines Augenbrauenpaares bewegen sich je nach Anbieter zwischen 500 und 650 Euro. In der Regel sollte eine kostenlose Nachbehandlung enthalten sein, falls die Farben zu blass wirken. Bei psychischer Belastung und krankhaftem Haarausfall können die Kosten nach vorheriger Absprache mit der Krankenkasse und nach entsprechendem Kostenvoranschlag teilweise abgerechnet werden. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse, ob sie die Kosten der medizinischen Pigmentierung übernimmt.

Der Beruf des Pigmentierers ist nicht geschützt. Jede Kosmetikerin kann demnach bereits nach einem Wochenend-Crashkurs Behandlungen mit Permanent Make up anbieten. Ein gutes Studio zu finden erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl.  Sie sollten vor allem gezielte Fragen stellen. Weitere Informationen finden Sie in meinem Ratgeber „Wirksame Hilfe bei Haarausfall“, Trias Verlag.

Juli 9, 2010 at 9:57 pm 2 Kommentare


Jenny Latz

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